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Blaskapelle - Geschichtsverein RAK e.V.Königswartha

Königswarthaer Geschichtsverein-RAK
Königswarthaer Geschichtsverein RAK e.V.
Stawizniske towarstwo "RAK" w Rakecach
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Blaskapelle

Von den Chören , dem Schalmeienorchester und anderen Gruppen wurde ja schon berichtet. Zu den aktivsten und bekanntesten Volkskunstgruppen gehörte und gehört noch bis heute das Blasorchester.
Auf Initiative einiger Mitglieder des Schalmeienorchesters begann man 1961 mit den Vorbereitungen für die Gründung einer Blaskapelle. Jan Ssyckor war maßgeblich daran beteiligt. Die Gemeinde stellte Gelder zur Verfügung für den Kauf der Instrumente und es wurde mit der Ausbildung der Mitglieder begonnen. Blechbläser wurden zuerst durch Rudi Fähle und Jan Ssyckor, später auch durch Jan Reck aus Cölln ausgebildet. Die Klarinetten unterrichtete Karl Tillich, Schlagzeuger wurden durch Herbert Müller ausgebildet.
Am 1.Mai 1962 war es dann soweit, das Blasorchester war gegründet und Jan Ssyckor leitete es dann insgesamt 6 Jahre.

Danach übernahm Karl Tillich für mehrere Jahrzehnte die Leitung.
Karl Tillich (1936 – 2019) war ein vielseitiger
Musiker. Er spielte Trompete, Tuba, Posaune
und Geige. Besonders bekannt war
er als
Dudelsackspieler und Dudelsackbauer
Er war Mitglied des Sorbischen National-
Ensembles und leitete und unterstützte
sorbische Volkskunstgruppen, wie die in
Schleife, Groß- Zeißig und eben auch die
Blaskapelle in Königswartha.

Unter seiner Leitung wurde die Blaskapelle in der Lausitz bekannt. Sie wurde
mehrfach ausgezeichnet als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ und erhielt bei
einem Leistungsvergleich 1985 das Prädikat „Oberstufe ausgezeichnet“.
Das Programm des Orchesters war sehr vielseitig. Die sorbische Musik war
fester Bestandteil. Es wurde bei sehr vielseitigen Veranstaltungen gespielt ,z.B das
Wecken und Umzug zum 1. Mai, Kranzniederlegungen, seit 1983 Teilnahme am
Rosenmontagsumzug in Wittichenau, Heidetreffen in Commerau bei Klix, Tanzmusik
nach Vogelhochzeitsveranstaltungen, Bundeskongress der Domowina,
Folklorefestivals in Chrostwitz und Schleife und viele weitere Veranstaltungen mit
sorbischem Charakter. Eine Gruppe von Mitgliedern reiste 2003 zusammen mit der
Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig nach Texas zu den Nachfahren sorbischer Auswanderer.

Im Heidehof ca. 2003

35 Jahre Blasorchester 1996

Auf dem Marktplatz in Königswartha

Im "Sächsischen Haus in Königswartha"
Man könnte noch viel über die Geschichte des Blasorchesters schreiben.
Vielleicht findet sich ein Mitglied des Orchesters und erzählt Interessantes
von Damals und Heute.
Das Orchester ist noch aktiv und heißt
nach dem Zusammenschluss mit Musikern
aus Knappenrode
„ Blasorchester Königswartha – Knappenrode (KwK)“

Quellen(Text und Bilder):
Ortschronik von Jan Ssyckor
Aufzeichnungen von Martin Herrmann

Zusammengestellt von Alenka Hager    Januar 2026

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