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Musik in Königswartha - Geschichtsverein RAK e.V.Königswartha

Königswarthaer Geschichtsverein-RAK
Königswarthaer Geschichtsverein RAK e.V.
Stawizniske towarstwo "RAK" w Rakecach
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Musik in Königswartha

„Singender und klingender Ort“ Königswartha …

… so wurde unsere Gemeinde genannt, weil sich in den Jahren von 1950 bis
1963 das geistig-kulturelle Leben beispielhaft entwickelte. In der Geschichte
von Königswartha erscheinen immer wieder Nachrichten über verschiedene
kulturelle Aktivitäten. So wurde 1869 von den Herren Rade, Eberwein, Krusche,
Hönsch, Junge und Schwarz ein „Männergesangsverein“ gegründet, der einige
Jahre später zum „Männerchor“ umbenannt wurde. Ende der 1950er und in
den 1960er Jahren wurden mehrere Kulturgruppen gegründet. So gab es außer
dem Männerchor z.B. noch den Frauenchor, Pionierchor, Singeklub, das
Blasorchester, den Schalmeienzug, die Akkordeongruppe und Solisten.

Akkordeongruppe - Foto: Johannes Ssyckor

Vor dem im Jahr 1962 gegründeten Blasorchester gab es aber in Königswartha
auch schon Musik, z.B. die Wels-Kapelle, Kapelle Elle und in den 20er /30er
Jahren die „Kapelle Königswartha“ (wir haben schon früher darüber berichtet).

Werner Strümpe aus Oppitz hat uns dazu aus seinen Erinnerungen berichtet:
Kleine Erinnerung an die Blasmusik von Königswartha
aus Erzählungen seines Lehrmeisters, Elektriker Paul Mitschke.
Für Paul Mitschke, geboren um 1890, war Blasmusik die einzige richtige Musik.
Sein Blasinstrument im Orchester war meist die Tuba. Bei Festumzügen im Dorf
sollte er oft die große Pauke tragen. Mit seiner doch etwas geringeren
Körpergröße gab es manchmal Probleme mit dem richtigen Weg. Im
Gänsewinkel von Königswartha waren damals noch offene Gräben. Einen
Übergang hat Paul Mitschke nicht richtig getroffen und zum Gaudi der
Zuschauer ist er mit der großen Pauke in den Graben gerollt. Zum Tanzabend
bei Kunzes im Saal war Paul Mitschke manchmal Tanzmeister. Der Tanzmeister
brauchte nicht tanzen, er musste von den Tänzern eine Gebühr kassieren und
als Nachweis gab es einen kleinen Anstecker an den Kragen.
Eintrittsgeld für alle gab es noch nicht. Paul Zschech hat Trompete geblasen. In
Niesendorf war im Garten der damaligen Gastwirtschaft Blasmusik mit
Freitanzdiele. In einer späteren Pause hat dem Paul Zschech jemand in die
Trompete geschissen; wer und warum wurde nicht bekannt. Was für ein
äußerst schlechter Scherz, meine ich!
1913, zur Einweihung des großen Denkmals auf dem Eichberg bei Weißig, war
Paul Mitschke mit der Blasmusik aus Königswartha auch dabei.

Ehemalige Gaststätte „Waldfrieden“ in Niesendorf

Über Kultur und Musik in Königswartha ist noch viel zu erzählen und es werden
noch Geschichten folgen. Unser ehemaliger Ortschronist Johannes Ssyckor hat
darüber in seiner Chronik geschrieben. Einiges davon wurde hier verwendet.

Alenka Hager, November 2025

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