Königswartha - Geschichtsverein RAK e.V.Königswartha

Königswarthaer Geschichtsverein-RAK
Königswarthaer Geschichtsverein RAK e.V.
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Königswartha

Königswartha wurde erstmals 1350 als Conigswarte urkundlich erwähnt und als „Städtlein“ mit Marktrecht bezeichnet. Ebenso, dass sich der deutsche Name von einer Warte des böhmischen Königs ableitet, die hier die alte Straße von Bautzen nach Hoyerswerda sicherte.
Es waren 670 geschichtsträchtige Jahre. Unser Interesse gilt vor allem den denkmalgeschützten Häusern, die in einer Liste des Landesamtes für Denkmalpflege  (aktualisiert bis Juli 2017, ohne archäologische Kulturdenkmale)  erfasst sind.
Das älteste Kulturdenkmal ist die evangelische Kirche.
Nachfolgender Text ist dem Internet entnommen:

Dehio – Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler / Sachsen Band 1:

Evangelische Pfarrkirche Königswartha. Innerhalb eines Kirchhofes stehende barocke Saalkirche, im 17. Jahrhundert unter Verwendung von gotischen Teilen erbaut. Restaurierungen 1868 (innen), 1895 (außen), 1913 (innen), 1955 (innen), 1975/76 (außen). Langgestreckter, von Strebepfeilern umgebener Putzbau mit Satteldach, der dreiseitig geschlossene Chor mit Anbauten an der Nord- und Südseite. Massiver quadratischer Westturm mit oktogonalem Glockengeschoss, abschließend doppelte Welsche Haube mit Zwiebellaterne. Der flachgedeckte Saal mit Deckenspiegel. An der Nord- und Südseite zweigeschossige, schlicht gefasste Holzemporen, eingeschossige Orgelempore im Westen. Das Kreuzgratgewölbe des zweijochigen Chores mit schön geschweiften, angeputzten Graten. Auf die Einwölbung verweist ein Gedenkstein mit farbig gefasstem Wappen für Juliane Elisabeth von Haugwitz, geborene von Hocke, bezeichnet mit 1690. An der Nord- und Südseite breite Segment- oder Korbbögen zu den Logen. Im Chorpolygon eingeschossige Holzempore.
Ausstattung: Reich geschnitzter, farbig gefasster und teils vergoldeter Altar aus Holz, Anfang 17. Jahrhundert, später zum Kanzelaltar umgestaltet. Die Predella des Altars zugleich Denkmal der Brigitta von Ponickau († 1602) und ihres Sohnes († 1603), Inschrift umrahmt von den Darstellungen des betenden Gatten mit seinem Sohn im Totenkleid und dem Bild der Verstorbenen. Der polygonale Kanzelkorb mit zierlichen Schmucksäulen, dazwischen Muschelnischen mit drei Evangelisten, der vierte auf der Kanzeltür. Auf Postamenten zwei rahmende Säulen, daneben Pilaster mit zahlreichen Wappen sowie seitliche Anschwünge. Über dem verkröpften Gesims ein Bild mit der Auferstehung, gerahmt von Säulen, daneben Anschwünge und zierliche Figuren, Spes und Fides. Auf dem abschließenden Dreieckgiebel drei Allegorien. Ehemalige Altarbilder, Predella mit Abendmahlsdarstellung, die Haupttafel mit Kreuzabnahme, von Hieronymus Neander, bezeichnet mit 1624. Schöner barocker Taufengel, farbig gefasst, Ende 17. Jahrhundert. Taufschüssel, Messing, 16. Jahrhundert, mit eingestanztem Eichblattfries und Blütenornamenten, in der Mitte von einer Inschrift umgeben Adam und Eva am Baum der Erkenntnis. Eule-Orgel mit Prospekt in Neurenaissance-Formen, 1898. Prächtiges, farbig gefasstes Holz-Epitaph für Christoph Konrad von Nostitz († 1715) und dessen Frau Johanna Brigitte geborene von Schönfeld († 1756) sowie deren zweiten Ehemann Wolf Gottfried von Raussendorf († 1737), auf einem Sockel mit Inschriftentuch sitzen seitlich ein Posaunenengel und eine trauernde Frauengestalt, dazwischen Rankenwerk mit Wappen und drei ovale Porträtbilder der Verstorbenen. Darüber schwebende, lebhafte Putten. Fein gearbeitetes Holz-Epitaph für Wolf Heinrich von Schönberg († 1711), farbig gefasst mit Vergoldung, auf einer Konsole mit Schriftband und Engel ruht ein Löwe, darüber ein ovales Porträtbild des Verstorbenen umgeben von Ranken und Engeln. Sandstein-Grabmal der Brigitta von Ponickau geborene von Schönberg († 1602, vgl. Altar), betende Frau mit Haube und langem Mantel, an den Seiten schmale Pilaster mit Wappen. Außen am Strebepfeiler des Turmes Sandstein-Grabmal der Barbara von Gedau († 1602), betende Frau mit Haube und langem Gewand, Wappen. Sandstein-Grabmal für Georg von Gedau († 1620), Mann in Rüstung, die Linke den Degen fassend, die Rechte in die Hüfte gestützt, Wappen.
 
Quellen
 
     
  • Denkmalschutzliste des      Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, Stand: 15. April 2014
  •  
  • Verzeichnis der Kulturdenkmale      auf königswartha.net, Stand April 1995 (nicht mehr online abrufbar)
  •  
  • Denkmalkarte Sachsen, abgerufen am 18. August 2017


Foto: A.Rentsch


Foto: A.Rentsch
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