Wels-Kapelle-2 - Geschichtsverein RAK e.V.Königswartha

Königswarthaer Geschichtsverein-RAK
Königswarthaer Geschichtsverein RAK e.V.
Stawizniske towarstwo "RAK" w Rakecach
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Wels-Kapelle-2

In dem handgeschriebenen Buch befindet sich auch ein Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1962, der über den Neuanfang der Speditionsfirma Gerhard Wels Auskunft gibt.

Unser Bild zeigt links die Jubilarin Fräulein Ingeborg Zihang
mit Herrn und Frau Wels. Bild: Etzold
Abschrift
Vorbildliche Firmentreue
In des Wortes wahrster Bedeutung teilte Frl. Ingeborg Zihang Freud und Leid ihres Arbeitgebers, der Speditionsfirma Gerhard Wels in der Bayreuther Straße. Aus Anlass ihrer 20-jährigen Betriebszugehörigkeit sprach ihr der Inhaber seinen herzlichen Dank für die jahrelange treue und zuverlässige Mitarbeit aus. Ein Blumen- und Geschenkkorb waren u. a. sichtbarer Ausdruck dieses Dankes. Fräulein Ingeborg Zihang trat 1942 in die Fa. Wels ein, als diese noch in ihrem ursprünglichen Heimatort in Königswartha bei Neudorf in Sachsen ihren Sitz hatte. Beim Zusammenbruch im Jahre 1945 teilte sie die Strapazen der sechswöchigen Flucht, die sie zunächst in die spätere Ostzone führte. Im Jahre 1953 floh sie mit der Familie Wels aus der Sowjetzone nach Westdeutschland und kam über das Lager Berlin nach Amberg, wo sie schließlich wieder eine eigene Niederlassung gründeten. Fräulein Zihang, deren persönliche Anteilnahme und Zuverlässigkeit Gerhard Wels bereits seit Längerem mit der Prokura belohnte, teilte sogar ihre Unterstützung mit der Familie Wels, um den Betrieb wieder konkurrenzfähig auszubauen. Tatsächlich entwickelte sich das Unternehmen von kleinsten Anfängen zu einem bekannten Speditionsbetrieb, der heute rund 40 Beschäftigte zählt.
Ein weiterer Zeitungsausschnitt gibt Auskunft darüber, dass die Musik in der Familie Wels nicht wegzudenken war.  
Abschrift

Ein Lied … für die Fuhrunternehmer
Die Fuhrunternehmer haben nichts zu lachen, denn das Lachen ist ihnen im Halse stecken geblieben, als die neuen Verkehrsgesetze herauskamen. Wenn nun einer aus ihrer Zunft, Gerhard Wels, der in Amberg seine zweite Heimat fand, aus der allgemeinen Resignation heraus dennoch ein Lied dichtete und vertonte, das diesem Berufsstand gewidmet ist, dann spricht dies von gesundem Optimismus. Wir waren Mithörer, als jenes Lied seine Uraufführung im Kreise der Familie Wels erlebte. Papa Wels intonierte die schmissige Melodie auf dem Klavier, sein Töchterchen sang à la Cornelia und Mutti Wels gab den Takt dazu. Und hier ein Auszug aus dem Text: „Es geht bergauf, es geht bergab, mal schön im Schritt und dann im Trab. Die Räder rollen durch die Nacht, bis uns ein neuer Morgen lacht.“ Refrain: „Wir fahren hin, wir fahren her, wir fahren kreuz und fahren quer. Aber eines eines bleibt bestehn: Das Fuhrgewerbe wird nicht untergehn!“ Und die letzte Strophe: „Munter geht es durch die Welt, von Bremen, Köln bis an den Belt. Doch wird ein ewig Ziel gestellt, fahr’n wir im Geist mit um die Welt.“

An dieser Stelle danken wir Frau Gisela Wels (Schwiegertochter von Gerhard Wels) ganz herzlich
für die Zurverfügungstellung des Buches.


Januar 2017

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